Güterwagen

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HO62109 Schwerlastwagen SSy "Köln"
Die Wagen der vierachsigen Bauart "SSy Köln" wurden zwischen 1940 und 1945 vorwiegend für den Transport von Panzern und schweren Maschinenteilen in großer Stückzahl gebaut. Wegen der gut erhaltenen Wagenkörper entschied sich die DB 1988 gegen einen Neubau und ließ stattdessen ca. 650 dieser Wagen modernisieren, wobei sie neben Hochleistungspuffern auch Drehgestelle der Bauart 661 sowie Y 25-Drehgestelle erhielten.
Beim genauen Studium von Vorbild und Abbildungen zeigt sich, daß es über die Jahre zahlreiche Detailveränderungen gab. Ein Teil der SSy 45 verlor in den 60iger Jahren seine (einsteckbaren) Rungen, während andere in den 80igern noch die zur seitlichen Ablage erforderlichen Konsolen und Rungenhalter aufwiesen.
Viele Wagen hatten die abstehende Anschriftentafel, einige dagegen nicht. Genauso verhält es sich mit den Binderingen zur Sicherung des Ladeguts.
Zum Verwechseln ähnlich sind die Wagen der Bauart SSy 55, die 1955 für die in Deutschland stationierten US-Truppen gebaut wurden. Diese Wagen hatten einen anderen Drehzapfenabstand (5,80m), 2m-Drehgestelle der Bauart Minden-Dorstfeld, Überfahrkästen über den Puffern, sowie Spindelstützen, damit der Wagen beim Befahren mit schweren Panzern nicht "einknickt".
Diese Wagen gingen später in den Bestand von Deutscher Bundesbahn und Bundeswehr mit entsprechend unterschiedlichen Anschriften über.
Der Anlaß zur Entwicklung dieses Wagens war das Projekt HO 73026 DEMAG-Brückenbaukran, dessen Gegengewichte auf einem ehem. SSy 45 mitgeführt wurden.
Um den Kranausleger mit Rücksicht auf die Pufferabstände nicht vorbildwidrig verlängern zu müssen, mußten alle Wagen im Zug mit Federpuffern ausgestattet werden können.
Eine ganze Reihe von Veränderungen wäre am als Basis vorgesehenen Roco-SSy 45 notwendig gewesen (neue Drehgestelle mit kürzerem Radstand, geänderter Drehzapfenabstand,etc.). Einsteckschlitze in der Ladefläche für die schiefe Ebene, Löcher bohren für Federpuffer: manchmal ist es einfacher, das Modell neu zu konstruieren.
Die Neukonstruktion aus dünnen Ätzblechen bringt einen weiteren großen Vorteil: Detailunterschiede lassen sich vergleichsweise leicht realisieren.Somit weisen die Modelle HO 62109, 63109 und 64109 - abgesehen von Lackierung und Beschriftung - viele technische Detailunterschiede auf.
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HO63000 VTG Wasserstoff-Flaschenwagen
In der Mitte der 60iger Jahre wurden von der Waggonbaufabrik Kaminski in Hameln fünf Flaschenwagen für den Transport von komprimiertem Wasserstoff gebaut. Einige technische Daten verdeutlichen, um was für besondere Fahrzeuge es sich hier handelt: Prüfdruck des Kessels: 300 bar, Betriebsdruck: 200 bar. Ladegewicht (also das Gewicht des Wasserstoffs): 600 kg; Wandstärke der Behälter: 12 cm. Daher wiegt der Wagen selbst ca 60 Tonnen"¦.
Die Wagen wurden viele Jahre lang in festen Relationen eingesetzt, hatten anfangs silbergraue Kessel mit schwarz eingerahmten Bremsecken. In der Epoche IV haben sich die Lackierung (weiß) und die Beschriftung geändert. Zeitweise hatten sie einen Gefahrgutstreifen auf dem Kessel.
Auch im Bausatz ist der Kessel bereits mechanisch bearbeitet, lackiert und bedruckt.
Man muß sich schließlich einmal ausmalen, wie es aussehen und gelingen könnte, die Bremsecken (auf den Rundungen) mittels Anreibe- oder Schiebebildbeschriftung aufzutragen.
Das Fahrwerk ist eine komplette Neusilber-Ätzkonstruktion. Die Drehgestelle Bauart Minden-Dorstfeld sind authentisch bedruckt - und auch einzeln erhältlich.
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HO63004.01 gedeckter Güterwagen Gl 90 DB, poln. Bauart
Dieser Großraum-Güterwagen polnischer Bauart, der kriegsbedingt nach Deutschland kam und aufgrund gescheiterter Rücktauschverhandlungen mit der PKP bei der DB verblieb, hielt sich wegen des großen Ladevolumens lange im DB-Bestand. Ein Originalwagen (braun) ist im DGEG-Museum in Würzburg zu besichtigen, ein Lagerwagen des Seesener Dosenherstellers "Züchner-Dose" befindet sich in der Fahrzeugsammlung in Braunschweig (ehem. AW-Gelände). Wegen der Geräumigkeit wurden viele zu Wohnschlafwagen sowie anderen Dienstwagen umgebaut.
Ein solcher "Exot" kann nur als Ätzkonstruktion realisiert werden. Im maßstäblich schmalen Langträger sind zwei mechanisch verbundene Achshalterbrücken untergebracht, was eine radiale Einstellung der Radsätze ermöglicht. Der Bausatz wird derzeit (1/2017) grundlegend überarbeitet, um ein ganz besonderes Qualitätsmerkmal zu realisieren, das auch bei anderen Konstruktionen Einzug hält: Achshalterbrücken nach Ihren Wünschen! Sie bekommen also Teile, die wahlweise zu 24 mm, 23mm - oder 22mm-Radsätzen passen. Zudem wird die Montage der aufzusetzenden Profile im wahrsten Sinne revolutioniert. Einzeln mit dem Finger festhalten und andrücken, und sich etwa zwanzigmal die Finger verbrennen, wenn der Lötkolben an den Streben angesetzt wird? Das muß anders gehen. Leichter, besser, schneller. Das Ergebnis muß stimmen - ein selbstgebauter Wagen muß positiv auffallen!
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HO63004.03 gedeckter Güterwagen Gl 90 "Züchner Dose"
Es gibt Waggons, die haben nur wenige Menschen bewusst gesehen: aber fast jeder kennt sie. Irgendwie sind sie Berühmtheiten geworden! Dazu zählen neben den Moha-Milchkesselwagen auch die Privatwagen der Seesener Blechwarenfabrik, Kurzbezeichnung "Züchner Dose".
Exakt nach dem Vorbild des einzigen erhaltenen Wagens ist dieses Modell entstanden. Technisch wie das Modell HO 63004.01, aber mit neuer und exakt vorbildgetreuer Schiebebildbeschriftung. Der Bausatz beinhaltet eine kleine Farbdose mit dem authentischen Farbton.
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HO63005 EKW 49
Diese Kesselwagen der DB-Bauartbezeichnung EKW 49 wurden während des zweiten Weltkrieges in den USA gefertigt, mit den Geleitzügen nach Großbritannien gebracht. Mit der Invasion gelangten sie auf das Festland. Wie auch die deutschen Kriegs-Fahrzeugkonstruktionen waren sie einfach gebaut (material-und zeitsparende Konstruktionen) und für eine kurze Lebensdauer ausgelegt.
Mit dem heutigem Sprachgebrauch würde man sagen: echte "Wegwerfprodukte".
Das amerikanische Kriegsgüterwagenprogramm enthielt diverse Zweiachser und Vierachser. Die junge DB musste die vorhandenen Fahrzeuge übernehmen und setzte sie so gut ein, wie es eben ging. Viele Wagen sind aufgrund ihrer betrieblichen Unzulänglichkeit in den Dienstwagenpark "verschoben" oder schnell ausgemustert worden; einige Bauarten haben ein erstaunlich langes Leben: die vierachsigen Flachwagen der Bauart SSkms 49 wurden in den 60iger Jahren grundlegend modernisiert (Bauart 661), und laufen teilweise noch heute in Gleisbauzügen mit.
Die Kesselwagen EKW 49, von denen einige museal erhalten sind (Technikmuseum Speyer), wurden teilweise zu Staubgutwagen KKds 49 umgebaut; die Behälter wurden oft zu Sandbehältern für die Loksandversorgung weiterverwendet, und sind in dieser Form noch in einigen Bahnbetriebswerken anzutreffen.
Das HO-Modell basiert auf dem Wagen der Firma Klein, wurde aber umfangreich verfeinert. Angespritzte Griffbügel wurden abgeschliffen und durch Ätzteile ersetzt; feine geätzte Anschriftentafeln und Geländer kamen hinzu. Die Pufferbohle wurde mit neuen Stirnblechen mit Nieten und Rangiergriffen ausgerüstet.
Vorbildgemäß wurden amerikanische Puffer (mit der aufgeschweißten Trittfläche) mit den dahinter sitzenden Hartholzplatten angesetzt.
Diese Umbauten erforderten eine komplette Neulackierung - und Neubeschriftung. Der tamponbedruckte Kessel trägt die Nummer des Museumswagens von 1985; zudem gibt es ein zweites Modell mit der originellen, aber stimmigen Wagennummer 099 099...
Aus dieser Kleinserie sind nur noch sehr wenige Modelle vorhanden.
Zum Nachrüsten und Verfeinern von Klein/Roco-EKW 49 gibt es den Umrüstsatz HO 98658.
Die Nachbildungen von Fleischmann-US-Wagen können mit den US-Puffern HO 98607 nachgerüstet werden.
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HO63006.11 Doppelbausatz EKW 51 ohne Fahrwerk
Nicht nur der einzig stimmige Moha-Milchkesselwagen erscheint als Bausatz, sondern nach und nach andere Modelle aus dem Programm. Zur Vervollständigung dieses Doppelbausatzes, der keine Fahrwerke enthält, bietet sich hervorragend der Fleischmann-Wagen 503305 an. Der Bausatz enthält aluminiumfarben lackierte und bedruckte Kessel, Leitern und Laufgang als Ätzteil, sowie Kesselunterbauten (auf Wunsch schon lackiert und bedruckt) - Schiebebilder mit neuer Wagennummer, sowie die für eine paßgenaue Montage nötige Bohrschablone.



HO63006.13 Doppelbausatz Moha-Milchkesselwagen Uqrs 53 329 910 und Urs 53, 329 913 Neuheit 2016
Was für ein Gück, daß Modellfahrzeuge lebenslänglich ihre erste Beschriftung behalten dürfen - und nicht so oft umbeschriftet werden wie Fahrzeuge bei bei der großen Bahn"¦. EKW 51 war der erste Name für die noch silbernen Moha-Milchkesselwagen; dann wurden sie grauweiße Tkkh 53 - und beendeten als U(q)rs 53 ihre aufsehenerregende "Mitfahrt" in Schnellzügen (siehe MIBA 6/94). Diese letzte Beschriftungsvariante ist noch nie als Modell realisiert worden. Mit authentisch bedruckten Komponenten gelingt der Zusammenbau des Doppelbausatzes (ohne Fahrwerk) leicht und schnell.
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HO63006.20 Entleerungseinrichtung
Zum Nachrüsten vorhandener Wagen sowie als Montagehilfe für im Bau befindliche Wagen wurde dieses kleine Teil geschaffen. In erster Linie sollte es das Ankleben der Kästen, unter denen sich die Auslaßventile befinden, erleichtern, weil es eine zusätzliche Klebefläche bringt: außerdem nehmen die sichtbaren Löcher die Angüsse der nun aus Messing gegossenen Entleerungskästen auf. Alternativ kann durch diese Löcher ein 1,5mm-Rundstab gezogen werden, der die Auslaufrohre imitiert. Warum hatten die Moha's eigentlich so hoch liegende Kessel? Weil der Auslauf am tiefsten Punkt ansetzen mußte, damit neues Frachtgut nicht durch verbleibende Reste infiziert werden konnte. Warum hat man die Entleerungseinrichtungen nicht wie bei den allermeisten Kesselwagen unter dem Langträger angeordnet? Vermutlich, weil dort das Verschmutzungsrisiko viel größer ist als zwischen Kessel und Langträger.
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HO63006 Moha-Milchkesselwagen
Auf Anordnung der US-Verwaltung entstanden Mitte der 50iger Jahre bei der Waggonfabrik Graaff in Elze zwanzig isolierte Kesselwagen, die dazu bestimmt waren, Frischmilch nach Frankfurt-Sossenheim zu bringen, wo speziell zur Versorgung der US-Truppen eine Molkerei (mit Waggondrehscheiben) errichtet worden war. Wegen der damals noch weitverbreiteten Rindertuberkulose kam die Milch über weite Strecken aus den unbelasteten Gebieten im nördlichen Niedersachsen. Meist wurden zwei Milchkesselwagen an die Schnellzüge gehängt. Es mußte schnell gehen: von der Befüllung - bis zur Entladung in Sossenheim; der Milchverkehr war mit besonderem Rangieraufwand verbunden.
Mit Nachlassen der Tiererkrankung und Lockerung der Vorschriften war dieser besondere Bahntransport ab 1968 nicht mehr nötig; die Waggons wurden an verschiedene Firmen verkauft. Anfang der 60iger wurden die ursprünglich aluminiumfarbenen Waggons (EKW 51) grauweiß lackiert und als Thermoswagen (Tkkh 53) beschriftet.
Leider ist wohl keiner dieser Waggons erhalten geblieben; die Spuren haben sich verloren. Moha? Heißt: Milchversorgung im Osthafen. Auch die "Moha" ist Geschichte - die HO-Modelle sind greifbare Realität. Auf Fleischmann-Untergestellen werden neu gefertigte Kunststoffkessel aufgesetzt, die auch im Bausatz schon lackiert und tamponbedruckt sind. So eine Maschine kann das viel besser und schneller als der geübteste Bastler mit Schiebebildern. Zum Bausatz gehören geätzte und bedruckte Anschriftentafeln. Es kann zwischen silbernen und weißen Kesseln gewählt werden. Auch Mischbetrieb (um 1960) ist realistisch - falls man sich nicht entscheiden kann, ob die Weißen oder die Silbernen schöner sind.
Eine Magie scheint von diesen Waggons auszugehen: kaum jemand hat sie mit eigenen Augen gesehen - dennoch sind sie sehr beliebt. Und machen sich richtig gut in Zügen aller Art!
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HO63026 5achsiger Großraumwagen KKt 46
Aus den nicht mehr benötigten, aber zahlreich vorhandenen fünfachsigen Kondenstendern richtete die Firma Orenstein &;amp;amp;amp; Koppel in Dortmund 1949 zwanzig Großraumwagen für Getreidetransport her. Sie wurden aber auch für den Transport anderer Staubgüter verwendet.
Die Beladung erfolgte über die Ladeluken auf dem Dach; je vier Auslauftrichter pro Wagenseite ermöglichten die dosierte Entladung und Abfüllung.
Diesen urigen Wagen - Fünfachser sind etwas Außergewöhnliches, Seltenes - waren als Tadg-u 960 noch für die Epoche IV-Umzeichnung vorgesehen; Bildnachweise, ob dies auch geschehen ist, liegen bislang nicht vor.
Die Wagenaufbauten und Untergestelle sind einteilige Kunststoff-Gußteile, die durch zahlreiche feine Ätzteile ergänzt werden.
An diesem Wagen werden die großen Vorteile des "Leichtbausatz-Prinzips" sichtbar: da die Wagenaufbauten bereits lackiert und tamponbedruckt sind, reduzieren sich die " Bastel"-Arbeiten auf das Bohren von Löchern und Ansetzen der Kleinteile. Das Ziel dürfte klar sein: nicht "nur-Kaufen", sondern mit überschaubarem Zeitaufwand einen Wagen auf's Gleis stellen, den man wirklich selbst gebaut hat.
Erfahrungsgemäß vergeht allein für das Beschaffen von brauchbaren Unterlagen (Zeichnungen/Fotos) sehr viel Zeit, sodaß sehr viele Eigenbau-Projekte oft nie oder nur teilweise fertiggestellt werden.
Wer hat diese Zeit? Wenn jeder Modellbahner, der ein bestimmtes Modell haben möchte, diesen Aufwand betreibt bzw. betreiben muß: ist das zeitökonomisch sinnvoll?
Mit der Entwicklung von Bausätzen sowie Leichtbausatz-Konzepten bieten wir einen Mittelweg, der Qualität und Detailreichtum ermöglicht, sodaß Modellbahn-Träume sehr leicht Realität werden können.
Zwischen "Nur-Kaufen" und "Alles-selber-machen" gibt es einen Mittelweg: Arbeitsteilung, clever kooperieren...
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HO63034 6achs. Tonerdewagen Bauart Talbot
Die Tonerdewagen dieser Bauart wurden ab 1939 bei Talbot in Aachen gebaut und liefen zuletzt insbesondere zwischen Schwandorf und Töging.
Im Nabwerk in Schwandorf (als Teil der Vereinigten Aluminium Werke) wurde Bauxit in Aluminiumoxyd umgewandelt, wobei rötliche Schlacke entsteht. Aluminium ist zwar spezifisch leichter als Eisen, bedarf aber eines sehr hohen Energieeinsatzes, um aus Aluminiumoxyd gewonnen zu werden. Daher gab es in Töging unmittelbar neben dem dortigen Wasserkraftwerk, zu dessen Betrieb der Inn-Kanal errichtet wurde, ein Aluminiumwerk. Das staubförmige Ladegut wurde über Saugrohre entladen; um es vor Feuchtigkeit zu schützen, haben die Waggons dicht schließende Luken, die auf einer Gleitbahn zur Seite geschoben wurden. Noch heute steht in Töging der hohe Bunker; das Werk ist stillgelegt.
Die Aluminiumwerke arbeiteten grenzüberschreitend zusammen, sodaß man auch in Hamburg österreichische Wagen (nur unwesentlich veränderte Nachbauten durch SGP) antreffen konnte. Ein Ganzzug mit SGP-Wagen 1988 in Lüneburg: (DSO).
Das Elbewerk befand sich in Stade, das Lippewerk in Lünen, in Grevenbroich gab es das Erftwerk.
Das Ladegewicht von 60 t erforderte dreiachsige Drehgestelle; Vorgängerbauarten waren vierachsig. In den 60iger Jahren baute SEAG noch zwei Versuchswagen: mit Pfauenaugenmuster - und Drehgestellen aus Aluminium.
Die Mehrzahl der Wagen war weiß lackiert (VAW-Logo auflackiert oder in Blech-Buchstaben), es gab aber auch rotbraune Exemplare.
Technisch gleiche Wagen des Aluminiumwerks Ranshofen waren blau lackiert.
Die Wagenkörper des Doppelbausatzes sind einteilige Kunststoffgußteile, die durch feine Ätzteile ergänzt werden. Unter dem geätzten Wagenboden laufen Drehgestelle aus dem Hause Märklin.
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HO63036.01 Selbstenladewagen Otmm 36
Vom Otmm 36 wurden in mehreren Serien in den Jahren 1932, 1943 und1946 insgesamt 250 Wagen gebaut, die sich allerdings in Details unterschieden. Dieses Modell geht auf die Vorstellung des Wagens in "HP 1" Nr. 11 zurück. Drei Wagen haben, aufgebockt auf Betonstützen, als Kohlenlager eines Brennstoffhändlers überlebt. Leider wurden dabei die Achslager und die Bremsanlage entfernt, was die Rekonstruktion als Modell doch ein wenig erschwert hatte - und eine museale Erhaltung scheitern läßt.
Das Modellkonzept wurde mehrfach umgestellt: anfangs sollte der Aufbau geätzt sein, was aber wegen der vielen Kantungen (damals) doch erhebliche Mühen bereitete. Manche freuen sich, wenn sie stundenlang durch eine knifflige Aufgabe herausgefordert werden, andere nervt es. Sodann wurde auf ein abgussfähiges Urmodell hingearbeitet, was aber auch seine Tücken hat: die Wandstärke des Trichters müßte deutlich verstärkt werden, um abgießbar zu werden. Damit geht aber die Kantung der Bleche nach innen verloren, die Proportionen verschieben sich, und die Innenstabilisierungen passen gar nicht mehr - und müssten weggelassen werden. (Manch vermeintliche Arbeitserleichterung bringt nicht nur nichts ein, sondern verhindert andere sinnvolle Merkmale). Feine Details wie die auf einer Seite durch die Kastenstützen verlaufende Luftleitung wären ganz unmöglich. Gewichtige Gründe, nochmals umzudisponieren: inzwischen ist der Bausatz auf den neuesten Stand der Falttechnik gebracht worden, aus 0,15mm dünnem Blech, sodaß sich der Trichter recht leicht montieren lässt.
In einem Punkt weicht der Wagen von sehr vielen Modellen ab: er hat maßstäblich breite bzw. schmale Langträger, was aber auch seine Tücken mit sich bringt: herkömmliche Puffer mit 2,2mm Schaft sind nicht mehr verwendbar; sie würden seitlich aus dem Langträger heraustreten.
Grundsätzlich sind DB, DRo- und ÖBB-Wagen realisierbar, mit geringfügigen technischen Unterschieden an Langträger, Bremsanlage, stirnseitigen Kastenstützen.
Längere Entwicklungszeiten erscheinen nachteilig, sind es aber meist doch nicht: weil mehr Details umgesetzt werden können. So ist eine Spezifikation erfolgt: die Modellvariante HO 63036.01 hat Wagen mit Westinghouse-Bremse zum Vorbild, wegen diverser Abweichungen gibt es für Wagen mit HiK-Bremse einen separaten Bausatz.
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HO63036.02 Selbstentladewagen Otmm 36 mit HiK-Bremse
Die Bausätze HO 63036.01 und 63036.02 sind im Wesentlichen bzw. auf den allerersten Blick gleich, unterscheiden sich aber in manchen feinen Details. Manchmal reicht es aus, einen "Universalbausatz" zu schaffen, der Teile für alle denkbaren Varianten enthält; das aber sorgt für Verwirrung: welches Teil muß verwendet werden - und welches nicht? Was wird mit Schlitzen und Löchern, die für die favorisierte Variante nicht benötigt werden? Man müßte sie zulöten (falls möglich) und die Oberfläche mühevoll nachbearbeiten. Diesen Fragen und Problemen entgehen wir elegant durch die Spezifikation der Bausätze. Hilfreiche Bilder und Textinformationen gibt es im Miba-Report "Offene Selbstentladewagen".
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HO63037.01 Zweiachsiger Tiefladewagen Ui 633
Für alle, die noch nicht wissen, wie viel Bastelvergnügen ein durchdachter Ätzbausatz macht, ist diese Wagenneuheit ein gutes Start-Objekt. "Yes, you can!", möchte man da jedem zurufen, der am Gelingen-Können zweifelt. Blechbausätze sind so schön und reizvoll wie die Eisenbahn selbst, denn wir machen nichts Anderes, als Blechteile zu verkleinern und anwenderfreundlich zu konfigurieren. Dieser Tiefladewagen ist eine Epoche II- Konstruktion und wurde im Auftrag der DB mehrfach nachgebaut. Ebenso leicht wie der Zusammenbau ist es, dafür ein passendes Ladegut zu finden - und zu basteln. Z.B. große, runde Industrie-Teile.
Skurril und unbedingt mitteilungsbedürftig sind die Beobachtungen, die während des Erstellens der Anschriften für diesen Wagen gemacht werden konnten. Da leider kein Originalfahrzeug mehr existiert, konnten die Maße nicht am Original abgenommen werden, sondern mußten aus verschiedenen Quellen zusammengetragen werden. In den Dienstvorschriften und daraus abgeleiteter Literatur ist die Länge über Puffer mit 11,24 Metern angegeben. Dementsprechend sind die HO- und I-Modelle auch konstruiert worden.
Was würden Sie denken, wenn Sie den Wagen fertig konstruiert hätten, sich nun den Anschriften widmen, und auf sechs von zehn vorliegenden Bildern sind sie mit einer LüP von 12,24m beschriftet? Naheliegende Fragen schießen durch den Kopf: setzt sich der Bilder-Fundus aus verschiedenen Bauarten zusammen? Ist das in monatelanger Arbeit entstandene Modell etwa umgerechnet einen Meter zu kurz?
Für die erste Theorie spricht, daß der Wagen mal als Ui 633, dann wieder als Uikk 633 bezeichnet wird, und daß die Bindeösen mal mitten in einem Feld, dann wieder außermittig angeordnet sind. Hätte den Nachteil, daß ein Großteil der Bilder und Beschriftungsmöglichkeiten gar nicht verwendbar sind. Nochmals ein Blick in die Unterlagen: es gibt zweiachsige Tiefladewagen mit exakt 12,24m LüP, genau so lang, wie es an diesen Wagen angeschrieben ist! Aber diese Wagen haben einen größeren Radstand von 9 Metern. Und eine gekröpfte Ladebrücke (Uis 632).
Der Alptraum eines jeden Konstrukteurs scheint wahr geworden zu sein: man hat etwas fundamental Wichtiges übersehen. Es werden oder wurden zwar in der Modellbahnindustrie hin und wieder einmal Kompromisse gemacht; eine Spur Z-V 100 ist um ca 5 mm länger geworden, was einer Abweichung von über einem Meter entspricht, aber eigentlich sollte das nicht passieren. Plötzlich glaubt man, daß der Wagen auf dem einen Bild deutlich länger zu sein scheint als der Wagen auf dem anderen Bild. (Tatsächlich gibt es zweiachsige Tiefladewagen - zum Verwechseln ähnlich: Uis 634 und Uis 636, die sogar mehr als zwei Meter länger als der Ui 633 sind.) Haben sich die Bildautoren vielleicht mit der Zuordnung vertan? Wäre doch denkbar, wo die Wagen sooo ähnlich aussehen, und Nummer und die noch winzigere Bauartnummer so gut wie nicht zu lesen sind.
Der erste Schreck läßt nach, es kehrt wieder Vernunft ein: einfach einmal nachmessen. Aber vermessen Sie mal auf einem kleinen Bild ein schräg aufgenommenes Fahrzeug, bei dem kein angeschriebenes Längenmaß richtig zu identifizieren ist.
Zum Glück ist dieser Wagen symmetrisch aufgebaut, und hat trotz einseitiger Handbremse und nur einem mit Bremsbacken ausgestatteten Radsatz auf beiden Seiten den gleichen Überhang.
Das reduziert die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß einer fehlerhaften Maßabweichung vom Soll. Unterstellt, der angeschriebene Radstand von 7,0 m würde stimmen: welche LüP würde sich, aus dem Bild errechnet, ergeben? Das Ergebnis beruhigt ein wenig: demnach hätte der Wagen eine LüP von ca. 11,4 Metern.
Was aber, wenn die Annahme falsch war, daß der Radstand 7,0 Meter beträgt? Wenn eine Falschbeschriftung vorliegen würde, könnte ja die LüP oder der Radstand oder sogar beides falsch angeschrieben sein. Geht es Ihnen auch so? Man ist stets geneigt, zu glauben und für richtig zu halten, was irgendwo an/geschrieben ist. Das Geschriebene beeinfllußt den Leser - auch wenn es inhaltlich falsch ist. Wie gut, wenn man es dann etwas besser weiß - oder nachmessen kann. Auf einem anderen Tiefladewagen war der Heimatbahnhof wie folgt angeschrieben: "Hagen Eckesay". Und auf einem Drehgestell stand 3,0 Meter Radstand angeschrieben, es hatte aber 3,2 Meter Radstand. Daß aber gleich an einer Vielzahl von Wagen eine um einen Meter abweichende LüP angeschrieben ist, ist völlig unglaublich. So unglaublich, daß es jenseits des Vorstellbaren liegt!
Um diese "story" nachvollziehbar zu machen, werden einige dieser Originalfotos nach Möglichkeit hier eingestellt werden. Auf dem Bild vom Uikk 633 mit der Wagennummer 990 3 936-2 ist über der LüP-Angabe die Wagenkastenlänge (wie bei den Postwagen) angeschrieben - mit 10,0 m. Das würde bedeuten, daß der Wagen Puffer mit der sensationellen Länge von über einem Meter hat!
Nachdem sich diese LüP-Angaben zweifelsfrei als Fehlbeschriftung herausgestellt haben, ist die Frage an alle Leser, wie damit korrekterweise umzugehen ist: zu einem bis ins Detail vorbildgetreuen Modell gehört doch eigentlich die richtige Wiedergabe dessen, was angeschrieben ist! Oder sollen wir einen so häufigen Fehler abändern und 11,24m dranschreiben? Wir freuen uns auf Ihre Meinung! Ein sehr schönes Betriebsfoto ist Gerd Tierbach gelungen.
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HO63041.01 Uaais 754/Sad 321 Neuheit 2016
Mit einem maßstäblichen Modell des sechsachsigenTiefladewagens Uaais 754 wird das Spezialwagenangebot um ein ganz besonderes Exemplar erweitert. Durch seine Länge von 21,24 Metern, die Tragfähigkeit von 60 Tonnen und die niedrige Ladehöhe ist er geeignet und dafür vorgesehen, Eisenbahnfahrzeuge unterschiedlichster Spurweiten zu transportieren. Noch häufiger als schadhafte Lokomotiven oder großvolumige Maschinenteile (EK-Aspekte 5, S. 60) sind als Ladegut Gleisbaumaschinen auf dem Weg zum Hamburger Hafen zu sehen Link, Link, Link.
Bei einem maßstäblich schmalen Langträger mit einer Breite von 2,4 Metern (Außenkante) bleibt nur wenig Bewegungsfreiheit für die innengelagerten Drehgestelle; die Modellvariante 63041.01 ist also nur auf Anlagen mit großen Radien einsetzbar.
Da jeder Modellbahner eine Lokomotive hat, die nicht (mehr) fahrbereit ist, bietet sich hier die Restnutzung als Ladegut an.
Wer auf seiner Anlage engere Radien hat, wählt die Modellvariante 63041.02. Die Langträger sind hier soweit und so wenig nach außen versetzt, daß auch der 36cm-Radius mühelos durchfahren werden kann. Daß dieser Wagen, wie die außergewöhnlichen Bilder von Martin Welzel beweisen, auch mal selber "getragen" wird, könnte mit Einspareffekten erklärt werden. Unklar ist aber, wie das 26,9 Tonnen schwere und sperrige "Ding" dazu ver- und auch wieder entladen wird.
Details zu HO63041.01











HO63057.01 Niederbordwagen Xlm 57 Klm 505
Ein stimmiges HO-Modell dieses "Klassikers" im DB-Güterwagenpark gibt es bislang nicht. Immerhin sind ab 1957 von diesem Wagen ca. dreitausend Stück gebaut worden; diese Bestandszahl hielt sich konstant bis Anfang der siebziger Jahre.
Noch im Jahre 2007 sind vereinzelte Wagen anzutreffen, aber eher als Bahnhofswagen "in der Ecke" oder als Museumsfahrzeug. Noch im Jahr 2006 wurde ein ehemaliger Bahnhofswagen als Kuppelwagen (mit einseitig angebrachter Scharfenberg-Kupplung) für ET 423 auserkoren, um diese in Gießen durch die Waschanlage ziehen zu können.
Wie bei uns üblich, wurde dieses Originalfahrzeug millimetergenau vermessen. So war es auch möglich, ein exakt stimmiges Modell mit vielen feinen Details zu entwickeln, z.B. den Griffbügeln an den mittigen Bordwänden. Oder einem kompliziert aussehenden, aber recht leicht falt- und montierbarem Sprengwerk. Diese Wagen gab es mit und ohne Bremse.
Recht vielfältig war die Verwendung von Xlm 57 /Klm 505 als Dienstgüterwagen:
BA 103 Wagen für Radsätze
BA 116 Wagen für Dünger
BA 121 Wagen für Oberbaustoffe und Abfälle
BA 131 Wagen für Baumaschinen
BA 133 Wagen für Geräte
BA 568 Wagen für Fahrleitungsbau
BA 571 Wagen für Fahrleitungsbau
BA 631 Wagen für Geräte
BA 633 Wagen für Stoffvoräte
BA 771 Belastungswagen
BA 811 Schutzwagen
BA 816 Schutzwagen
Die Aufnahmen von den Bauarbeiten im April 2012 in Marburg zeigen, wofür auch die Klm 57 häufig und zahlreich verwendet wurden: den Material(ab)transport im Gleisbau. Erstaunlich, wieviel Material dabei anfällt - und bewegt werden muß! Es wird immer wieder gesagt, der Aushub sei kontaminiert, und müsse deshalb auf die Sondermüll-Deponie. Es kommt häufig vor, daß der Aushub dann nicht mit Waggons, sondern mit vielen LKW-Fahrten abgefahren wird: so wurde der gesiebte Abraum von der Kursbuchstrecke Marburg - Bad Laasphe mit LKW zum berühmten "Monte Scherbellino" nach Frankfurt gefahren, also ca 250 LKW-Kilometer für eine Fuhre. Über die Vorteile für die Umwelt läßt sich dabei trefflich streiten.
Unstrittig ist sicher, daß auch ein kleiner Abraum-Zug auf der Modellbahn eine gute Figur macht - und dies noch besser aussieht, wenn die Bordwände, wie hier gut sichtbar ist, eben nicht exakt gerade sind! Eigentlich ist ein Kleinserienmodell viel zu schade für solche Verwendungen - aber mit welchem Aufwand, mit welchem Risiko würde es gelingen, einen Kunststoff-Aufbau derart herzurichten? Die deutlich schwächeren Holzaufbauten der Klm 57 dürften sich noch stärker zur Seite geneigt haben als bei diesen Klm 442.
Der Bausatz wurde in mehreren Schritten auf Top-Niveau gebracht: die Achshalterbücken werden angeschraubt und haben dabei Dreipunktlagerung; die Bremsbacken sind ein darin eingesetztes Ätzteil. Natürlich so konstruiert, daß es keine Kurzschlüsse gibt.
Details zu HO63057.01







HO63057.02 Niederbordwagen Xlm 57 Klm 505, herausnehmbare Mittelborde Neuheit 2018
Aktive Modellbahner, die Waggons gravierend umbauen, kennen das Problem der Schnittbreite: wenn man irgendein Teil heraustrennt, geht "Länge" verloren.
Wer beispielsweise einen Niederbordwagen (Industriemodell) mit herausnehmbaren Bordwänden realisieren möchte, muß wegen des Materialverlustes durch zweimaliges Sägen auch zwei Wagen "verbrauchen". Der erste Wagen liefert die Mittelborde, der zweite Wagen die übrigen Bordwände.
Oder man fertigt die Mittelborde neu - falls überhaupt möglich. Wieviele angefangene, unvollendete derartige Umbau-Baustellen mag es landesweit geben? Es geht doch einfacher.
Da der Xlm 57 zweilagige Bordwände hat, ist es möglich, die Mittelborde separat anzulegen und sie einschiebbar zu machen. Die Endborde haben dazu an den offenen Kanten einen leichten Versatz; die Mittelborde sind wie eine Schublade geführt - und können wie im Vorbild nur nach oben herausgezogen werden. Umbauer wie Marc Heckmann warten auf Waggons, die realistische Be-und Entladeszenen ermöglichen! Sie auch?
Details zu HO63057.02



HO63057.06 Ladefläche Klm 505, lackiert und mit farbl. Abgesetzten Verschraubungselementen
Wie könnte man die farblich vom Holzfußboden abweichenden Verschraubungselemente hervorheben? Bedrucken wäre die ideale Methode, aber das wird ja nicht mal in der Großserie gemacht... Bei einem Bausatz geht es überhaupt nicht. Nun aber doch: wir haben es möglich gemacht. Der Fußboden wäre (sinnvollerweise) nur mit einer Schablone von den Bordwänden farblich absetzbar; Aufwand und Risiko (Zerkratzen der lackierten Bordwände) sprechen aber für diese Lösung eines separaten, auflegbaren Fußbodens. Das 0,2 mm starke Zurüstteil ist holzbraun lackiert, mit auflackierten Verschraubungselementen. Vor der Rotbraun-Lackierung wird das Teil provisorisch eingelegt, um sicherzustellen, daß es paßt. Eingeklebt wird es mit verdünntem Holzleim, damit keine störenden Klebstoffspuren auftreten können.
Details zu HO63057.06





HO63060.01 Niederbordwagen X 05
Mit Erscheinen des Brawa-G 10 haben viele Modellbahner ein Problem: was tun mit den Roco-Wagen mit ihrem 2mm zu hohen Wagenkasten?
Wir empfehlen, den Wagenkasten als Geräteschuppen weiterzuverwenden, und das Fahrwerk zu einem Niederbordwagen umzubauen! So, wie es die Deutsche Bundesbahn auch gemacht - und aus G 10 den X 05 bzw. den Xt 05 umgebaut hat.
Am Untergestell werden die Kastenstützen abgeschnitten; ein Ätzblech mit daran angebundenen, durchbrochenen Kastenstützen wird aufgelegt. Darauf kommt der neue Wagenaufbau, der mit vielen feinen Profilen bestückt wird. Neben dem X 05 gab es auch den Xt 05; das Nebengattungszeichen "t" steht für "Bodenklappen". Dementsprechend sind in die Ladefläche vier Bodenklappen-Imitationen eingeätzt. Verschiedene Wagennummern, auch als Dienstwagen, sind angelegt.
Vor den Tunneln der Lahntalbahn findet man noch heute zahlreiche Geräteschuppen - aber auch im Bw, im Schrebergarten oder neben einem Lagerhaus machen die übrigen Gehäuse eine gute Figur.
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HO63060.02 Niederbordwagen Xlmmr 37
Die Entwicklung dieses Niederbordwagen-Doppelbausatzes war ein weiterer Beitrag für das MIBA-Buch von Stefan Carstens. Ziel war es, die faszinierende Vielfalt an Vorbildfahrzeugen leicht im Modell nachbilden zu können. Angesichts der vielen Bauarten an Niederbordwagen waren die Verfügbarkeit an Untergestellen und markante Unterschiede das Entscheidungskriterium.
Die Wahl fiel auf den Xlmmr 37, der auf dem Liliput-Fahrwerk von Linz, Villach oder anderen Typen aufgebaut werden kann.
Die Originalfotos zeigen zwei Wagenaufbauten, die sich durch Positionierung und Art der Profile deutlich unterscheiden. Allen Beteiligten war klar, daß diese beiden Wagen als Modell "weiterleben" wollten - gebaut werden mußten!
Damit der Wagen auch untenherum richtig gut wird, gibt es dafür ein filigranes Sprengwerk (HO 98682), sowie leicht nachrüstbare Seilösen und Rangiergriffe (HO 98679).
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HO63060.03 Niederbordwagen X 05
Dieser Bausatz HO 63060.03 enthält die Teile für zwei Niederbordwagen X 05 ohne Bodenklappen; ansonsten gilt das, was unter HO63060.01 beschrieben wurde.
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HO63060.04 Bausatz Niederbordwagen X 05 und Xt 05
Außerdem gibt es einen "gemischten" Bausatz mit je einem X 05 und Xt 05; letzterer hat Entladeklappen im Boden, die - als separate Ätzteile - auch separat lackiert werden können, damit sie als "rostrote" Fläche im "Holzbraun" besser auffallen.
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HO63076.01 Behältertragwagen BTms 55
Vom vierständigen Behältertragwagen Btms 55 wurden ab 1955 ca. 2500 Wagen gebaut.
Dieses für die Epoche III typische Fahrzeug darf als Modell nicht fehlen. Ursprünglich war eine Mischkonstruktion aus einem gegossenen Wagenboden und geätzten Zurüstteilen geplant, dieses Konzept wurde aber, um beide Varianten mit Handbremse (LüP 11,5m) und ohne Handbremse (LüP 11,0 m) in höchster Qualität realisieren zu können, zugunsten einer reinen Ätzkonstruktion verworfen.
Nur mit Ätztechnik ist es möglich, die vielen Details maßstäblich und fein nachzubilden: die quer verlaufenden Laufschienen mit Haken zum Ansetzen der Überfahrbrücke, die Trittbügel, oder die im Bausatz enthaltenen Spanneinrichtungen. Der Wagen ist als Doppelbausatz aus einem 11,0m- und einem 11,5m-Wagen erhältlich, wahlweise mit Epoche III- oder Epoche IV-Beschriftung.
Zahlreiche Wagen wurden zu verschiedensten Dienstwagentypen umgebaut: für den Transport von Kleinloks, von Radsätzen, Motoren und Getriebe, Gleisjoche, Abraummulden. Und noch heute sind einige im Einsatz: als Schienenladewagen, zwecks Entladung von Langschieneneinheiten. Man muß angesichts der starken Veränderungen genau hinschauen, um den guten alten BTms 55 darin zu erkennen.
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HO63076.12 Achslagerbrücke für 22mm-Radsätze
Kennen Sie irgendein Modell, bei dem ohne größere Umbaumaßnahmen schmale Radsätze so eingebaut werden können, daß die Achshalterbleche dicht vor der Radscheibe stehen? Können Sie sich vorstellen, daß die Modellbahnindustrie Fahrwerke nach Baukastenprinzip schafft, sodaß alle Fraktionen der Modellbahngemeinde zufrieden sind? Ist wohl eher nicht zu erwarten. Schon seit längerer Zeit wird hier auf dieses hohe Ziel hingearbeitet. Wagenuntergestelle sind "standardmäßig" auf 23mm-Radsätze ausgelegt, und wer schmalere oder auch breitere Radsätze verwenden möchte, kann die jeweiligen Ergänzungssätze bekommen. In die Achslagerbrücken werden ebenfalls geätzte Bremsbacken (Trägerteil mit vier Bremsbacken) eingesetzt, die mitgelieferten Bremsdreiecke sorgen für Stabilität und präzise Ausrichtung. Die Konstruktion ist so gut gelungen, daß es keine Kurzschlußprobleme gibt.
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HO63076.14 Achslagerbrücke für 24mm-Radsätze
Technisch vom Prinzip wie HO 63076.12, jedoch für 24mm-Radsätze.




HO63088.01 Homann-Speiseöl-Kesselwagen
Recht umfangreich sind die Veränderungen an einem Fleischmann-Kesselwagen, damit daraus ein originalgetreuer Homann-Kesselwagen wird: neue Lackierung, vierfarbiges Homann-Logo, neue Beschriftung und geätzte Anschriftentafeln, die eben nicht direkt am Wagenboden fixiert sind, sondern, etwas höher stehend, von mehreren Winkeleisen gehalten werden.... Zwei verschiedene, authentische Betriebsnummern sind erhältlich. Für Selberbauer gibt es die benötigten Teile als Umrüstsatz (HO 98608.01).
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HO63088.02 Margarinewagen "Homann" Neuheit 2018
Die Firma "Homann" hatte einen kleinen, aber feinen Güterwagenpark, mit Kesselwagen, aber auch gedeckten Wagen. Ein solcher ist von den Osnabrücker Dampflokfreunden erhalten und aufgearbeitet worden - und Vorbild für dieses neue Modell. Bemerkenswert: der asymmetrische Aufbau auf symmetrischem Fahrwerk, wofür Roco-G 10 verwendet werden können. Modellbahner, die genau auf Kastenhöhe und Bretterzahl schauen, werden sich wundern: dieser Wagenkasten ist höher als beim G 10, und die Felder ohne Diagonalprofile sind unterschiedlich lang! Natürlich entsteht der Wagenaufbau wieder aus Neusilber-Ätzteilen: aus einem einzigen Teil wird die Grundkonstruktion gefaltet und mit Profilen bestückt. Entwicklungsstand: "under construction".
Es wird überlegt, die Türen aufklappbar zu machen. Erst nach Konstruktionsbeginn wurde bekannt, daß es einen Fleischmann-Wagen nach diesem Vorbild gibt, was die Sinnfrage aufwirft. Der Fleischmann-Wagen hat einen um mehr als 1mm zu niedrigen und über 5mm zu langen Kasten, die Bretteranzahl weicht ab, die Diagonalprofile fehlen, und das Fahrwerk ist asymmetrisch. Die Maßabweichungen errechnen sich aus der vor Jahren erfolgten Vermessung des großen Vorbilds. Die Projektfortführung hängt damit ab von der Interessenlage der Kunden. Zwischen Wagenaufbau und Roco-Untergestell befände sich ein Blech mit angebundenen Pufferbohlen (Einbau von Federpuffern damit kinderleicht) sowie feinen, durchbrochenen Kastenstützen. Hilfsweise wird an einen Umrüstsatz für den Fleischmann-Wagen mit Diagonalprofilen und einer feineren Bühne gedacht.
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HO63101 Umbauter Kohlensäurekesselwagen "Rommenhöller"
Der Kohlensäureproduzent "Rommenhöller" hatte einige dreiachsige Wagen in seinem umfangreichen Fahrzeugpark. Die Wagen 42 und 43 mit eine LüP von 11,4 m und einem Achsstand von 6,6 m sind Vorbilder dieses Bausatzes. Da es keine passenden Industriefahrwerke gibt, (die man maßlich hätte korrigieren müssen) wurde ein auf Anhieb stimmiges Untergestell mit seitenverschieblicher Mittelachse entwickelt. Die Wagen (Baujahr 1947/48) hatten anfänglich Blechbremserhäuser, haben diese aber mit der Zeit verloren. Das Bremserhaus gibt es von verschiedenen Herstellern als Ersatzteil, aber auch als Neuentwicklung (HO 98625.03).
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HO63103.01 Kohlensäure-Kesselwagen "Rommenhöller"
Der Kohlensäure-Hersteller "Rommenhöller" war in Herste bei Bad Driburg ansässig (Link zu Wikipedia) und hatte einen umfangreichen und vielfältigen Fahrzeugpark: Waggons, die in jedem Zugverband besonders auffielen.
Die exakt nachgebildeten Modelle haben einen Kessel aus Kunststoff (massives Gußteil), an dem sogar die Überlappungen der Außenisolierung nachgebildet sind. Ein geradezu teuflisches Detail: es sieht äußerst gut aus, wenn das "Spinnennetz" vorbildgetreu filigran ausfällt. Beim Urmodellbau war es eine große Herausforderung, und beim Beschriften mit dem Warnstreifen (orange) erfordert es Augenmaß und Geduld. Die Tamponbodruckung des Warnstreifens würde pro Kessel 40 einzelne Druckvorgänge erfordern. Der Wagenboden (Fleischmann) ist neu bedruckt, und wird durch bedruckte Ätzteile (Anschriftentafeln) ergänzt. Die Epoche III - und Epoche IV-Modelle unterscheiden sich durch Umfang und Größe der Beschriftung.
Weitere Bildnachweise: DSO, DSO und AGA-Museum
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HO63109 Schwerlastwagen SSy 45
Die Wagen der vierachsigen Bauart "SSy Köln" wurden zwischen 1940 und 1945 vorwiegend für den Transport von Panzern und schweren Maschinenteilen in großer Stückzahl gebaut. Wegen der gut erhaltenen Wagenkörper entschied sich die DB 1988 gegen einen Neubau und ließ stattdessen ca 650 dieser Wagen modernisieren, wobei sie neben Hochleistungspuffern auch Drehgestelle der Bauart 661 sowie Y 25-Drehgestelle erhielten.
Beim genauen Studium von Vorbild und Abbildungen zeigt sich, daß es über die Jahre zahlreiche Detailveränderungen gab, die sich nicht schematisch darstellen lassen. Ein Teil der SSy 45 verlor in den 60iger Jahren seine Rungen (Einsteckmöglichkeit), während andere in den 80igern noch die zur seitlichen Ablage erforderlichen Konsolen und Rungenhalter aufwiesen.
Viele Wagen hatten die abstehende Anschriftentafel, einige dagegen nicht. Genauso verhält es sich mit den Binderingen zur Sicherung des Ladeguts.
Zum Verwechseln ähnlich sind die Wagen der Bauart SSy 55, die 1955 für die in Deutschland stationierten US-Truppen gebaut wurden. Diese Wagen hatten einen anderen Drehzapfenabstand (5,80m), 2m-Drehgestelle der Bauart Minden-Dorstfeld, Überfahrkästen über den Puffern, sowie Spindelstützen, damit der Wagen beim Befahren mit schweren Panzern nicht "einknickt".
Diese Wagen gingen später in den Bestand von Deutscher Bundesbahn und Bundeswehr mit entsprechend unterschiedlichen Anschriften über.
Während bei dem einzigen vorhandenen Großserienmodell zahlreiche Maße nicht dem Vorbild entsprechen (Drehgestellradstand, Drehzapfenabstand), stimmen bei diesem HO-Modell alle Hauptmaße exakt. Außerdem wurden alle vorhandenen Detailunterschiede herausgearbeitet.
Während Kleinserienproduktionen mit industrieller Fertigung in Regionen mit ganz anderem Preisgefüge nicht mithalten können, gibt es dennoch gewichtige Gründe, sich für das Kleinserienmodell zu entscheiden: auch modernster Spritzguß scheitert regelmäßig an bestimmten Details wie Hinterschneidungen - oder sichtbaren Flanschen.
Die seitlichen Rungenhalter (auch an Samms 709/Samms 710) sind eine nicht realisierbare Hinterschneidung, sodaß bei jeglichem Industriemodell das Einlegen von Rungen unmöglich ist: man muß sich mit Attrappen begnügen.
Ein Kleinserienmodell hat da Schlitze in der Seite, sodaß die Halter eingesteckt werden - und auch als Halter fungieren können.
Ähnlich verhält es sich mit den Umkantungen an den Pufferbohlen. Mit der Materialstärke von 0,3 mm sind die Flansche an den Seitenwangen schon etwas zu dick, aber die Tiefe stimmt. Bei Industriemodellen sind derartige Flansche regelmäßig und zwangsläufig dicker - und weniger tief; spätestens bei der Bedruckung würden sie abbrechen. Man kann viel Zeit damit verbringen, die Defizite an sehnlichst erwarteten Industriemodellen zu beklagen und zu diskutieren: man kann sich aber auch - im Bewußtsein derartiger Sachzwänge - gleich für das Bessere entscheiden.
Auch wenn im Hobbybereich Zeit keine Rolle zu spielen scheint: bis man ein Industriemodell umgebaut hat, hat man den Wagenbausatz längst fertig.
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HO63174 Transwaggon-Flachwagen-Einheit "Las", dreiachsig
Um Zuglänge und unnötiges Leergewicht zu sparen, wurden ab 1967 ca. 140 dieser technisch hochinteressanten dreiachsigen Flachwagen von der Firma Interconsult in Falkenberg (Schweden) gebaut. Sie waren anfangs bei den schwedischen Staatsbahnen SJ eingestellt, und wurden für den Transport der schon damals immer größer werdenden Mähdrescher verwendet. Seit Ende der achtziger Jahre sind sie ausgemustert, weil genügend neuere Fahrzeuge zur Verfügung stehen (die ab 1977 gebauten TWA 800) - aber es gibt einen weiteren Grund: bei ungleichmäßiger Beladung wurde die dritte Achse entlastet, was öfters zu Entgleisungen führte.
Im Jahr 2007 waren nur noch zwei existierende Fahrzeuge bekannt, die als Werkswagen dienten - von denen auch die Maße abgenommen wurden, sodaß ein exakt stimmiges Modell entstehen konnte. Wie so oft gibt es keine Zeichnungen mehr - und die vorhandene Skizze weist nun leider den falschen Neigungswinkel der Ladefläche aus"¦.
Bei der Konstruktion eines HO-Modells stößt man zwangsläufig auf die Grundfrage, ob man zugunsten einer technisch einfachen Lösung und des kleineren Preises optische Nachteile hinnimmt: beide Wagenhälften haben im Orginal einen sehr geringen Abstand voneinander (umgerechnet auf das HO-Modell: 1,86mm), und weisen eine nur geringe Abschrägung der inneren Stirnkanten auf.
Um den Wagen bei diesen Gegebenheiten modellbahntauglich zu machen, sodaß er mit seinem Gesamtradstand von 18 Metern selbst Kurven mit kleinerem Radius problemlos befahren kann, hätte man diese Abschrägungen stärker ausführen müssen, und den Abstand zwischen den Wagenhälften ordentlich vergrößern müssen. Wer auf perfekte Optik Wert legt, muß derartige Kompromisse ablehnen.
Daher wurde im Verlauf der Entwicklungsdauer eine recht einfach montierbare, betriebssichere Fahrwerkskonstruktion entwickelt. Durch eine Doppel-Kinematik in der Mitte bleibt die dritte Achse immer exakt in der Mitte zwischen den sich in Kurvenfahrt voneinander entfernenden Wagenkörpern stehen.
Weitere Probleme waren dabei auch der lange Radstand, was zu einem starken Überhang der Pufferbohle führt. Und: wie verhält sich ein zweigliedriges Fahrzeug mit drei Achsen im Zugverband beim Bremsen?
Ohne eine Stabilisierung wird es zur großen Entgleisungs-und Unfallgefahr, denn die nachfolgenden Wagen im Zuge würden das gelenkige Fahrwerk beim Bremsen zusammenstauchen und alle drei Achsen in Schräglage bringen.
Freuen Sie sich auf ein rundum perfektes Modell, mit vielen feinen Details wie feinen Rungenstützen, Lochleiste an der Kante, farblich abgesetztem Holzbelag - und einer perfekten Beschriftung. Es ist bald so weit!
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HO63189 Behältertragwagen BTmms 58, fünfständig
Kein Modell wird einfach aus dem Ärmel geschüttelt; viele Mühen, viele Wege und viele Überlegungen stecken in jeder Modellentwicklung. Und irgendwann kommt dieses Modell dann auch - auch wenn die Gefahr besteht, dass sich ein Großserienhersteller dieser noch verbliebenen Angebotslücke widmet. Wie gut ein Großserienmodell dann wirklich wird, zeigt sich im direkten Vergleich der Details: Wie dick würden die L-Profile, auf denen die Behälter rollen, oder die Handgriffe der Spannhebel denn sein, damit sie im Spritzguß überhaupt hergestellt werden können? Es ist der Riesenvorteil der Ätztechnik, bestimmte feine Details wirklich maßstabsgerecht und zugleich stabil realisieren zu können - ohne Gefahr des Abbrechens. Auch den BTmms 58 gibt es als Pärchen, das einen 13m-Wagen mit Übergangsbühne und einen 13,5m-Wagen mit Handbremsbühne enthält. Wie immer sind die weiteren Details (Kupplung, Radsätze, Puffer (Ringfeder- oder Hochleistungspuffer), Beschriftung (Epoche III /Epoche IV) wählbar. Die Achslagerbrücken sind Messinggussteile; damit ein dünner Steg zwischen den Achslagern ausreicht und der Durchblick durch die Ladefläche möglichst wenig beeinträchtigt ist.
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HO63251 Schwerlastwagen SSy 55
Als Weiterentwicklung der SSy 45, die während des zweiten Weltkrieges entstanden sind, wurden ab 1955 für die in Deutschland stationierten US-Truppen diese Wagen der Bauart SSy 55 gebaut.
Markante Unterschiede zu den SSy 45 sind die Drehgestelle der Bauart Minden-Dorstfeld, und die fest angebauten Überfahrbleche. Damit die Wagen beim Be-oder Entladen von schweren Panzern nicht einseitig "in die Knie" gehen können (wenn der Panzer sich im Pufferbereich zweier Wagen befindet, kann die Druckbelastung bewirken, daß die unbelasteten Wagenenden abheben -und es zur Entgleisung kommt), haben sie Spindelstützen, die umgeklappt und dann auf die Schienenoberkante abgesenkt werden.
Die HO-Modelle sind reine Neusilber-Ätzkonstruktionen, die alle Details des Vorbildes und Unterschiede zum SSy 45 (Kopfteile, Bremsanlage, Ladefläche) exakt wiedergeben. Die Spindelstützen sind nachrüstbar - wenn keine zu engen Radien durchfahren werden müssen.
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HO63255.01 Flachwagen SSyl 19, russische Bauart
Die Wagen der vierachsigen Bauart "SSyl 19" wurden zwischen 1930 und 1940 in großer Zahl für die Eisenbahnen der Sowjetunion gebaut, und gelangten kriegsbedingt in den Bestand von Deutscher Reichsbahn und Deutscher Bundesbahn.
Aufgrund geringer Höchstgeschwindigkeit und der atypischen Bremsanlage (Matrossow-Bremse) wurden sie sehr schnell in den Dienstgüterverkehr (z.B. als Oberbaumaterialwagen zum Transport von Schwellen, oder zur Überführung von Culemeyer-Fahrzeugen oder Straßenfahrzeugen der Schwerlastgruppe) abgeschoben. Ein Teil wurde an Privat-und Werkbahnen verkauft, wo noch heute einige Exemplare existieren (Hafenbahn Hannover, Panzermuseum Munster, BEM Nördlingen).
Einer dieser Wagen diente dem Reservebekohlungskran des Bw Wuppertal-Vohwinkel als Kranschutzwagen, den die Firma Weinert unter der Art.Nr. 3390/3391 anbietet. Aus der Kriegszeit gibt es Aufnahmen, die einen solchen Wagen als mobile Speisewasser-Enthärtungsanlage zeigen ("Lokomotiven ziehen in den Krieg", S. 180 u 181). Diese Wagen ähneln den amerikanischen Bauarten (SSkms 49), weisen aber zahlreiche Detailunterschiede auf. Die Ladefläche ist deutlich breiter, der Wagen insgesamt länger.
Durch seine besonderen Merkmale wie den "amerikanischen Drehgestellen" - die SSyl 19 liefen auf unterschiedlichsten Drehgestelltypen - extra angesetzten Bindeösen und Rungenhaltern oder den Flanschen der früheren automatischen Kupplung sind es Wagen mit einem außergewöhnlichen Gesicht.
Die SSyl 19 sind Umbauten aus früheren Niederbordwagen XXtro 39, wobei die Stützen für die Bordwände abgetrennt worden sind.
Einen ausführlichen Baubericht mit vielen Bauschrittfotos können Sie im Eisenbahn-Kurier 5/2011 nachlesen.
Vorbildfotos gibt es hier, hier und hier. Die HO-Modelle sind reine Neusilber-Ätzkonstruktionen, die alle äußerlich sichtbaren Details des Vorbildes exakt wiedergeben. Auf Unterbodendetaillierungen wird bewußt verzichtet. Unter HO 63255.11 und 63255.12 gibt es Mittellangträger zum Nachrüsten. Die Drehgestelle stammen aus dem Kadee-Programm. Um die (separat lackierbaren) Ladeflächen nicht ankleben zu müssen, was dazu führen kann, daß die Ladefläche nicht nur schräg aufliegt und auch noch Klebstoff heraustritt (Kleben und Ausrichten in einem Arbeitsgang ist riskant), wurde inzwischen eine Verschraubungsmöglichkeit geschaffen.
Details zu HO63255.01



HO63255.02 Flachwagen SSyl 19, russische Bauart mit anschraubbarer Ladefläche
Das Aufkleben von Ladeflächen ist mitunter riskant und fehlerträchtig: wenn eine sichere Verbindung angestrebt wird, weil z.B. eine Komponente dadurch gerichtet/stabilisiert werden soll, wird man mehr Klebstoff verwenden - was aber dazu führen kann, daß schon minimal zuviel Klebstoff (wie will man das präzise dosieren?) heraustritt, die Lackierung/Beschriftung verdirbt – und beim Anpreßvorgang vielleicht auch noch Finger mit angeklebt werden.
Wenn gleichzeitig die Ladefläche auch noch ausgerichtet werden muß, droht „Schräglage“ des Bauteils. Um solch ärgerliche Fehler ganz auszuschließen, wurde der Bausatz weiterentwickelt: kleine Schrauben werden vor dem Lackieren unter die Ladefläche gelötet und können völlig entspannt und risikolos mit Muttern von unten angezogen werden.
Details zu HO63255.02



HO63255.06 Ladefläche SSyl 19, lackiert und mit farbl. Abgesetzten Verschraubungselementen
Bei Flachwagen ohne Bordwände fällt die Ladefläche besonders ins Auge: sie muß perfekt sein: mit farblich abgesetzten Verschraubungselementen.
Weil der Bausatz die Ladefläche als separates Teil enthält, wird, wenn Sie diese Ausstattung wünschen, die Ladefläche herausgetrennt und eine bereits zweifarbig lackierte Ladefläche dazugelegt.
Details zu HO63255.06



HO63255.11 Mittellangträger für SSyl 19, einfache Konstruktion
Für die Modellkonstruktion konnte ein Originalwagen auf einem Werksgelände vermessen werden, wo sich auch das amerikanische "Konkurrenzmodell", ein SSkms49, befand. Die Waggons wurden als Lagerplatz für schwere Metallblöcke benutzt. Das US-Fahrzeug war kräftig durchgebogen, der russische Wagen nicht. Was für eine solide Konstruktion spricht. Dieser Kurzfilm zeigt einen Zug mit vielen SSyl 19, die mit Lokomotivteilen aus Kassel beladen sind.
Das Modell ist schon durch gefaltetes dünnes Blech für jegliche Beladung hinreichend stabil; eine Verstärkung ist technisch nicht nötig, bildet aber einfach nur das zentrale Bauteil nach.
Details zu HO63255.11



HO63255.12 Mittellangträger für SSyl 19,
Es gibt einen sehr guten Grund, den Mittellangträger nachzubilden: weil die Montage der Querträgerimitationen mit diesem Teilesatz leichter und besser gelingt. Denn der Waggonbausatz enthält winzige, einzeln anzusetzende Blechteile, die nur mühsam exakt auszurichten sind. Die Querträgerbleche dieses Teilesatzes durchdringen Außenblech und Mittellangträger, sodaß sie von selbst ausgerichtet werden.
Details zu HO63255.12






HO63265.01 Niederbordwagen XXtro 39 ohne Handbremsbühne
Bei der großen Bahn wurde der XXtro 39 zum SSyl 19, und in der Modell-Entwicklungsgeschichte wurde der Flachwagen zum XXtro 39 "aufgerüstet". Die Bordwände werden - ein sehr interessantes Detail - in den Endbereichen - zu den Puffern hin - niedriger! Damit die vielen kleinen Profile exakt sitzen (ein einziges Schräges würde den optischen Eindruck beschädigen), wurden sie in einem Montagerahmen zusammengefaßt. Verschiedene authentische Beschriftungen - auch als Bahndienstwagen (Gerätewagen oder Kranschutzwagen - sind verfügbar. Fotos und weitere Informationen zum Vorbild finden Sie hier. Modellbauer sollten sich diesen Artikel keinesfalls entgehen lassen.
Details zu HO63265.01



HO63265.02 Niederbordwagen XXtro 39 mit Handbremsbühne
Als passende Ergänzung zum Niederbordwagen XXtro 39 gibt es auch einen Wagen mit Handbremsbühne. Die Länge über Puffer ist gleich; daher ist der Laderaum verkürzt; das Modell hat also einen neuen Aufbau.
Für alle XXtro 39 gibt es zum Nachrüsten den markanten Innenlangträger (HO 63255.11 oder 63255.12). In technischer Hinsicht ist die Nachrüstung überflüssig; auch unter Beladung biegen sich die Waggons nicht durch. Daß sich Modellbahnfahrzeuge verformen (u.a. durch den Austritt von Weichmachern) oder das Material zerbröselt, soll wohl öfters vorkommen - die Verärgerung ist dann entsprechend groß, Reparaturen kaum möglich. Bei einer Neusilber-Ätzkonstruktion kann sowas nicht passieren. Daher: das beste Material verwenden - von Anfang an! Die XXtro lassen sich universell beladen: von großen Maschinenteilen über Fahrzeuge bis zu Betonschwellen oder Schotter ist alles möglich.
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HO63265.06 Ladefläche XXtro 39, lackiert und mit farbl. Abgesetzten Verschraubungselementen
Wie könnte man die farblich vom Holzfußboden abweichenden Verschraubungselemente hervorheben? Bedrucken wäre die ideale Methode, aber das wird ja nicht mal in der Großserie gemacht. Bei einem Kleinserien-Bausatz geht es überhaupt nicht. Wir haben es nun aber doch möglich gemacht. Der Fußboden wäre (sinnvollerweise) nur mit einer Schablone von den Bordwänden farblich absetzbar; Aufwand und Risiko (Zerkratzen der lackierten Bordwände) sprechen aber für diese Lösung eines separaten, auflegbaren Fußbodens. Das 0,2 mm starke Zurüstteil ist holzbraun lackiert, mit auflackierten Verschraubungselementen. Vor der Rotbraun-Lackierung wird das Teil provisorisch eingelegt, um sicherzustellen, daß es paßt. Eingeklebt wird es mit verdünntem Holzleim, damit keine störenden Klebstoffspuren auftreten können.
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HO63270 gedeckter Drehgestell-Güterwagen GG 90 der DB, poln.Bauart) Neuheit 2017
Bedingt durch Krieg und die gescheiterten Rücktausch-verhandlungen sind sehr viele Fahrzeuge, die der polnischen Staatsbahn gehörten, in den Besitz der Deutschen Bundesbahn übergegangen. Ob die DB aber auch rechtmäßiger Eigentümer dieser Fahrzeuge (darunter die bekannten "polnischen Hechte") wurde, kann bezweifelt werden.
Stefan Carstens schreibt in Band 1 von einer "recht beträchtlichen Zahl", die in den Bestand der DB kamen. Im Jahr 1954 waren es 60 Stück. Wegen seines markanten Aussehens und, weil auch dieser Wagen "Eisenbahn-und Weltgeschichte" zeigt, und es, vom erst später entstandenen "Bromberg" abgesehen, nichts Vergleichbares gibt, bietet sich dieser Wagen, auch wenn er als "Exot" angesehen werden könnte, als Kleinserienmodell an. Thomas Köpp ist mit seinen aus 1974 stammenden Bildern eines GG 90- Bahnhofswagens auf DSO im positiven Sinne für diese Modellentwicklung verantwortlich. Der Bausatz besteht aus Wagenaufbau und Untergestell aus Neusilber; damit das lange Dach auch wölbbar ist, ist es aus Messing geätzt. Der Bausatz ist auf dem neuesten Stand der Blechbaukunst, sodaß der Zusammenbau leicht, schnell und problemfrei verläuft. Es wird nichts geklebt, nur gelötet und geschraubt. Da die PKP sehr viele in Deutschland gefertigte Fahrzeuge hatte, können für Umbauten etc. oft vorhandene Komponenten verwendet werden: die Drehgestelle stammen aus dem Hause Roco.
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HO64006 Weinkesselwagen "DANZAS", ehemals Moha-Milchkesselwagen
Nach Einstellung des Milch-Schnellverkehrs wurden die zwanzig vorhandenen Kesselwagen an andere Firmen, darunter DANZAS, verkauft und teilweise umgebaut. Bei den Moha-Wagen sind die Entleerungseinrichtungen durch vier markante Hauben abgedeckt; bei den DANZAS-Wagen sind diese Hauben entfernt, und über den Entleerungsstutzen gibt es eine V-förmige Verstrebung, die im Modell nachgebildet ist.
Es gibt nur noch sehr wenige Exemplare dieses originalgetreuen, mehrfarbig bedruckten Modells.
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HO64026 5achsiger Großraumwagen Tadg-u 960 (KKt 46)
Vom KKt 46 gibt es eine Kleinauflage als Epoche IV-Wagen. Als Getreidewagen - mit "Keks". Technisch baugleich mit dem Epoche III-Modell HO 63026.
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HO64103.04 Rommenhöller-Kohlensäure-Kesselwagen
Nicht selten waren die von der Bundesbahn vorgegebenen Bestimmungen Anlaß und Gelegenheit, Privatgüterwagen neu zu lackieren. Die Moha-Milchkesselwagen wurden um 1960 umlackiert, weil sie systematisch den Kühlwagen zugeordnet wurden (T = Thermoswagen) und diese grauweiß zu sein hatten. Die Änderungen mit Beginn der Epoche IV fielen bei den Rommenhöller-Wagen geringer aus: der große Schriftzug auf dem Kessel wurde etwas größer - und reicht nun über die gesamte Länge, bis zum Beginn der Kesselrundung. Besonders fallen die nun obligatorischen Gefahrguttafeln auf. Diesen Wagen gibt es - wie auch das Epoche 3-Modell - als Doppelbausatz inclusive Fahrwerk. Die geätzten, lackierten und bedruckten Gefahrguttafeln gibt es als separate Bauteile zum Nachrüsten anderer Modelle.
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HO64103.05 Kohlensäure-Kesselwagen "Dauner Burgbrunnen"
Der Kohlensäurekesselwagen "Dauner Burgbrunnen" weicht technisch minimal von den Rommenhöller-Wagen ab. Die Anschriftentafeln sind anders "zugeschnitten", die beidseitigen Kästen neben dem Pumpenhaus fehlen.
Da der "Dauner Burgbrunnen" nur einen einzigen Wagen dieser Art besaß, enthält der Bausatz auch nur die Teile für einen einzigen Wagen. Der Kessel ist bereits lackiert - und mit dem attraktiven und vorbildgetreuen Logo bedruckt. Die Gefahrguttafel ist ein separates, bedrucktes Ätzteil.
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HO64109 Panzertransportwagen Rlmmps 700
Das Modell HO 64109 ist eine technische Modifikation des SSy 45 (HO 63109); wir verweisen auf die Beschreibung von Vorbild und Modell unter HO 63109.
Die beiden im Doppelbausatz enthaltenen Wagen weisen technische Unterschiede auf: wie auf einem Bild zu sehen ist, ist in der Seitenwange eine ovale Öffnung.
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HO64155.01 Rungenwagen-Einheit "Laas" der Transwaggon (TWA), ohne Rungen
Diese Waggon-Einheiten sind 1974 von Waggonbau Niesky für die damals neu eingerichtete "Railship"-Fährverbindung zwischen Finnland und Deutschland erbaut worden.
Die Wagen können auf das in Russland und Finnland verwendete Breitspur-Maß von 1524mm umgespurt werden; diesem speziellen Einsatzzweck haben die Wagen die an einen Finnisch-Sprachkurs erinnernde umfangreiche zweisprachige Beschriftung zu verdanken.
Das Unternehmen "Railship" gibt es seit Jahren nicht mehr, die Waggons wurden von Transwaggon übernommen; dennoch konnten in den letzten Jahren vereinzelt und mit viel Glück noch einzelne Wagen mit ursprünglicher Railship-Beschriftung beobachtet werden.
Mehr Glück braucht man, um Wagen mit UIC-Rungen zu finden - und dabei Rungen mit dem auflackierten Eigentumsmerkmal "RS" (für Railship). Inzwischen (Stand: 2017) geht es diesen Waggons an den Kragen; die Nachfolge-Bauart Snps (Drehgestellwagen) ist schon im Einsatz.
Die Rungen wurden, wie die Bestückung vieler Wagen erkennen lässt, öfters getauscht, sodaß an einem einzigen Wagen Rungen verschiedenster Eigentümer festgestellt werden können: DB, TWA, RS, NS, SJ u.s.w. .
Im Laufe der Jahre haben sich die Waggons nur geringfügig verändert: das Railship-Logo ist durch ein Ähnliches von Transwaggon ersetzt worden, und Schriftart und Größe des Transwaggon-Logos haben sich in den bald vierzig Betriebsjahren auch geändert - ebenso wie die Anschriften. Markanteste Veränderung war die feste Anbringung der sogenannten "EXTE-Rungen" für den Stammholzverkehr.
Ein Teil der Wagen wurde für den Transport von Straßenfahrzeugen umgebaut: die Stirnbordbleche wurden dabei durch stabile, überfahrbare Stirnborde (wie z.B. beim Rungenwagen Rs 680) ersetzt, zudem erhielten die Wagen an den Längsaußenseiten Profile mit Lochleisten aufgeschweißt, um daran Radvorleger anbringen zu können.
Das komplett aus Ätzteilen bestehende Modell ist auf allerhöchstem qualitativen Stand: radial einstellbare Radsätze, damit der überkritische Radstand von 8 Metern nicht zur Bremswirkung in Kurven führt. Nachrüstbar mit maßstäblichen, bedruckten Rungen. Hauptproblemzone bei Bausätzen ist die Beschriftung: auf großen, glatten Flächen machen sich Schiebebilder nicht so gut; zudem würden vier Farben benötigt. Daher wurde von Anfang die Idee verfolgt, die Seitenbleche vorlackiert und tamponbedruckt seitlich einschieben zu können.
Jedes Modell sorgt bis zur Serienreife für eine mehr oder minder lange Entwicklungsgeschichte: wenn sich z.B. bei der Probemontage zeigt, daß lange Holzbohlenbeläge nur mit Unmengen an Klebstoff sicher zu befestigen wären, ist eben eine Umkonstruktion des gesamten Wagens erforderlich: vier Klammern pro Seite an den Holzbelag, passende Schlitze in den Unterboden, und anklammern! Allerdings, ohne mit Seilösen, Sprengwerken, Feststellbremsen zu kollidieren.
Weil die Waggons mit den EXTE-Rungen Montageschlitze im Holzboden benötigen, wurde dafür die Variante HO 64155.03 geschaffen.
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HO64155.02 Railship-Rungenwagen-Einheit "Laas"
Nahezu im Ursprungszustand präsentiert sich diese Modellvariante, deren Anschriften exakt vom Vorbild übernommen wurden. Das Angebot an Vorbildfotos im Internet ist erstaunlich gering (Bild, Bild), wie gut, daß die aufwändige Realrecherche zur rechten Zeit einige eigene Aufnahmen ermöglichte. Nicht nur aus drucktechnischen Gründen wurde das Railship-Logo aus 0,1mm-Blechtafeln nachgebildet. Flächendruck ist sehr problematisch, Lackieren ist einfach besser - zudem können die auf Wunsch einzeln erhältlichen Blechtafeln für andere Waggons (z.B. Haubenwagen) verwendet werden. Große Modellbahnhersteller werden keinesfalls für eine "Splittergattung" die Form ändern; da müßte das Railship-Logo notgedrungen auf die gesickten Wände aufgedruckt werden.
Wie ein DB-Haubenwagen mit Railship-Tafel aussieht, zeigt sich hier.Bild
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HO64155.03 Rungenwagen-Einheit (Transwaggon) "Laas", vorbereitet für EXTE-Rungen
Nicht nur als Positionierungshilfe, sondern auch, um die Montage deutlich zu erleichtern, hat diese Modellvariante Schlitze im Holzfußboden.
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HO64155.11 UIC-Rungen, lackiert und bedruckt, "DB"
Ein Novum dürften bedruckte Rungen sein; schon zu DRG-Zeiten waren sie mit Eigentumskennzeichen versehen. Sie bestehen aus zwei Lagen Ätzteilen, die rotbraun lackiert und sodann individuell tamponbedruckt wurden.
- HO64155.11 Aufdruck "DB"
- HO64155.12 Aufdruck "RS" (Railship)
- HO64155.13 Aufdruck "TWA" (Transwaggon)
Die Platine wird in der Mitte um 180 Grad umgeschlagen und verklebt; die Kanten wahlweise nachlackiert - oder das Bauteil gealtert. Teilweise sind die Eigentumskennzeichen eingeprägt (SJ, DSB, etc.), teilweise auflackiert. Wer genau hinschaut, entdeckt, daß man auf einem einzigen Wagen eine besondere Form von "Eigentümerversammlung" erleben kann: so, wie die Wagen in Europa freizügig eingesetzt werden, geschieht es auch mit den Rungen.
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HO64155.12 UIC-Rungen, lackiert und bedruckt, "Railship"
In begrenzter Stückzahl gibt es UIC-Rungen mit dem feinen Aufdruck "RS".
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HO64155.13 UIC-Rungen, lackiert und bedruckt, "Transwaggon"
In begrenzter Stückzahl gibt es UIC-Rungen mit dem feinen Aufdruck "TWA".
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HO64155.14 EXTE-Rungen für Transwaggon "Laas"-Doppeleinheit
Diese Wageneinheiten wurden ursprünglich für den Fährverkehr zwischen Deutschland und Finnland entwickelt, und wurden von "RAILSHIP" eingesetzt und waren mit einem großen RAILSHIP-Logo beschriftet.
Universell und vielseitig waren die Einsatz- und Belademöglichkeiten. Ursprünglich waren sie mit UIC-Rungen (HO 64155.11) und herausnehmbaren Stirnborden eingesetzt.
Für Fahrzeugtransporte konnten die Rungen und Stirnborde abgenommen werden.
Mit Aufkommen des Holz-Verkehrs wurde eine große Zahl an Laas-Einheiten mit Rungen des Herstellers "EXTE" versehen. Dazu ist ein Tragwerk auf der Ladefläche angeschweißt worden; die gelb lackierten Rungen sind darin nur lose eingesteckt. Damit man die schweren Dinger auch herausnehmen kann, besitzen sie am oberen Ende eine Kranöse.
Diese Rungen bieten durch ihre jeweils beidseitigen Aufschriften (EXTE, schwarz) besondere Reize, und stellen für die Modellrealisierung eine besondere Herausforderung dar.
Der Bausatz enthält eine Ätzplatine für die braun zu lackierenden Tragwerke, sowie entsprechend viele gelb lackierte, abgelängte und tamponbedruckte Rungen.
Die kleinen Kranösen können nach dem Zusammenbau in die Rungenspitze eingesteckt werden.
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HO64158.01 Flachwageneinheit Transwaggon "TWA 800 A"
Je größer die Mähdrescher wurden, desto größer wurde die Notwendigkeit, Waggons mit niedrigerer Ladehöhe zu entwickeln. Der Auftrag von Transwaggon ging in die damalige DDR: Waggonbau Niesky lieferte eine gelungene und bewährte Konstruktion ab, die sehr vielfältig verwendbar ist.
Ob Mähdrescher, Busse, LKW, Straßenbahnen, Schienenbusse, Militärfahrzeuge oder Kisten: es gibt fast nichts, was damit nicht befördert werden könnte. Besondere Einsätze sind Bahnhofsumbauten: dazu fahren straßentaugliche Baumaschinen auf den Wagen und arbeiten von dort aus. Auch RDC, die neue Konkurrenz zum Sylt-Shuttle, verwendet diesen Wagen.
Mit seinem Radstand von 9 Metern (Variante TWA 800 B: 9,5 Meter) gehört er eigentlich zu des Modellbahners "Problemkindern " - sofern nicht wie hier besondere Vorkehrungen getroffen worden sind.
Die Radsätze dürfen nicht nur "flattern können", sie brauchen neben der radialen Einstellbarkeit auch eine solide Führung, die die ungewollte Schrägstellung beim Abbremsen verhindert.
Das gelingt hier durch einen Lenkdraht und Kinematik.
Eine variabel verwendbare Zwischenkupplung sorgt für den gewünschten Abstand der Wagenhälften.
Und damit die sicherlich tausendfach beklagten Verformungen von Kunststoffteilen gar nicht erst auftreten, haben wir, nachdem die Prototypen schon durch Sonneneinstrahlung krumm wurden, sofort umgeschaltet und einen Gußteil-Spezialanbieter ausgewählt, der Verzugsfreiheit sicherstellen konnte. Zum Preis eines Rohgußteils bekommt man im Laden einen Zweiachser, mit diesem Konzept aber bekommen Sie sicher auch in Zukunft keine bösen Überraschungen.
Sicheres Unterscheidungsmerkmal (Link, Link
) zwischen 800 A und 800 B sind die Stirnborde: beim 800 A stehen sie, beim 800 B sind sie länger - und nach innen eingeklappt. Der 800 B hat zudem auffällige Griffbügel. Hobbytrade hat den 800 B realisiert, sodaß sich beide Modelle sehr gut ergänzen (Link).
Es gibt nur noch wenige Bauteile, eine Wiederauflage ist nicht möglich.
Details zu HO64158.01




HO64158.02 Flachwageneinheit Transwaggon "TWA 800 A"
Technisch ist diese Konstruktion identisch mit HO 64158.01; die Grundfarbe ist schwarz, die Tamponbedruckung exakt nach dem Vorbild eines der Wagen, die bei der Dt. Reichsbahn (Heimatbahnhof Grevesmühlen) eingestellt waren.
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HO64158.11 Radvorleger für Transwaggon-Fahrzeuge
Passend zu unserer TWA 800-Wageneinheit (HO 64158) gibt es Radvorleger aus Messing. Wie die Abbildungen zeigen, werden sie unterschiedlich und vielseitig eingesetzt, um das Ladegut gegen Verrutschen zu sichern. Die Funktionsweise ist einfach und genial: Die Radvorleger können weder verlorengehen noch umkippen, weil sich an ihrem zur Wagenlängsmittelachse zeigenden Ende eine Halterung befindet, die in die Längsnut in der Ladefläche eingreift. Der Radvorleger kann in Längsrichtung beliebig verschoben werden. An seinem äußeren Ende befindet sich ein Zapfen, der in die an der Außenkante befindliche Lochleiste eingreift. Das Ladegut muß gar nicht gegen den Radvorleger drücken; würde es sich bewegen/verrutschen und gegen den Radvorleger drücken, verklemmt sich dieser an der Lochleiste und an der Längsnut. Da die Mähdrescher oft im Herstellerwerk mittels Kran aufgeladen werden, werden die Radvorleger kurz vor der Bodenberührung "feinjustiert", sodaß die Räder direkten Kontakt mit dem Radvorleger haben.
Diese Radvorleger gibt es auch bei anderen TWA-Fahrzeugen, z.B. der Doppeleinheit "Laas" (Art.Nr. HO 64155), von denen ein Teil für den Transport von Kraftfahrzeugen (Transporter) hergerichtet ist.
Details zu HO64158.11



HO64158.12 Transportsicherung für "Jaguar"
Nicht nur die großen Mähdrescher, sondern auch der Feldhäcksler "Jaguar" aus dem Hause Claas wird mit teilweise abgenommenen Rädern transportiert. Die Radnaben ruhen dann in einer speziellen Transportsicherung aus Blech, die auf dem Wagenboden befestigt ist. Sowohl "Jaguar" als auch "Lexion" wurden im Laufe der Jahre in unterschiedlicher Verladung gesichtet: mal mit abgenommenen Rädern (und diesen Transportsicherungen), mal fahrfähig mit eigenen Rädern.
Teilweise werden auch kleine "Noträder" angebaut, die das Be-und Entladen mit Kränen entbehrlich machen.
Ob und welche Verladeart gewählt wird, dürfte von den Entlademöglichkeiten am Ziel sowie Lichtraumbeschränkungen abhängen.
Die Transportsicherungen sind für die Kibri-Modelle ausgelegt und waren im Original rot lackiert.
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HO64158.13 Transportsicherung für "Lexion"
Die Transportsicherungen für die Mähdrescher "Lexion" weisen etwas andere Maße als Art. Nr. HO 64158.12 auf, sind aber genauso leicht zu verwenden. Sie werden gefaltet und lackiert: allerdings in gelb.
Ausgelegt für die Kibri-Mähdrescher.
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HO64257 offener Werks-Güterwagen von ABB Henschel, blau
Da unser Modellprogramm frei von Phantasiemodellen oder Phantasiebeschriftungen ist, ist dieser blaue Werksgüterwagen auch keine vorbildwidrige Farbvariante!
Das Originalfoto aus Siegen zeigt und beweist, daß es diesen Wagen wirklich gibt bzw. gab.
Auf Basis eines Fleischmann-Modells ist eine kleine Serie umlackiert und neu bedruckt worden. Damit das Modell auch wirklich gut aussieht, ist die Ladefläche nicht, wie so oft, in "Wagenfarbe" mitlackiert worden, sondern wurde zuvor in einem authentischen Holzbraun lackiert und für die Hauptlackierung abgedeckt.
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HO64405 Schwerlastwagen LHB, Bundeswehr
Anfang der siebziger Jahre lieferte der Waggonhersteller LHB 200 Waggons dieser Bauart an die Bundeswehr. Sie waren bis vor wenigen Jahren als Privatwagen bei der DB eingestellt. Durch neue Vorschriften haben sich die Anschriften wieder einmal geändert (33 80 RIV D-BW), was sich in vielen Details bemerkbar macht. Dementsprechend gibt es beide Beschriftungsarten - es sind jeweils mehrere verschiedene Wagennummern vorgesehen.
Der Wagen setzt Maßstäbe: Leichtbau und unverwüstliche Stabilität sind selbstverständlich. Die Ladefläche kann als separates Teil unabhängig vom Wagenkörper lackiert werden; in der Ladefläche sind Binderinge integriert. Sie brauchen nur aufgestellt zu werden; echte Verladeszenen mit Verzurrung der Fahrzeuge sind damit ganz leicht geworden, ohne dass gebohrt oder gefräst werden muß. Auch die Wagenseiten haben es in sich: die Bindeösen sind so markant, dass sie nicht weggelassen werden können/dürfen. Sie werden separat lackiert und dann angesteckt. Von der Resonanz auf dieses Projekt hängt ab, ob dem Bausatz Schiebebildbeschriftungen beiliegen - oder lackierte und tamponbedruckte Seitenbleche! Da die Anschriften doch etwas umfangreich sind, und Schiebebildbeschriftungen nicht ganz einfach aufzutragen sind, entsteht hier eine ganz neue Möglichkeit, Selbstbau und Topqualität "unter einen Hut" zu bringen.
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>>>>>Letzte Aktualisierung: 04.02.2019>>>>>