Diesel-Lokomotiven

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HO24003.01 Dieselelektrische Rangierlok "ME 05"
Die Firma Krauss-Maffei hat ab 1981 23 Lokomotiven der Bauart "ME 05" für verschiedene Bahnen gebaut; auf gleichem Fahrwerk gab es 12 Loks mit Mittelführerhaus - und 11 Stück mit der für Rangierloks außergewöhnlichen Gehäusefomr mit zwei schmalen Endführerständen. Bei 10 Meter LüP haben sie 4,0 Meter Gesamtradstand.9 Lokomotiven (DE 765 bis DE 773) gingen an die Dortmunder Eisenbahn, die sich inzwischen davon getrennt und sie nach Österreich (VOEST-Stahlwerk in Linz) verkauft hat, wo schon die beiden Schwestermaschinen im Einsatz waren.
Die einzelnen Fahrzeuge und ihre Lackierungen sind sehr schön hier dokumentiert.
Lokomotiventwicklungen sind wie das reale Leben: es läuft nie glatt und gerade, sondern mit Brüchen, Unterbrechungen, Irrtümern - aber auch Weiterentwicklungen. Immer wieder kommen neue Aspekte auf, die zu Projektbeginn noch nicht gesehen wurden oder werden konnten; außer bei goßen Bauprojekten wird man davon kaum etwas mitbekommen. Bestenfalls verrät die Überschreitung eines zugesicherten Liefertermins, daß es Probleme gab. Da hier keine fertigen Loks angeboten werden, sondern der Modellbahner sich seine Lok mit seinen spezifischen Merkmalen selbst zusammenbauen muß - und ihm dies auch gelingen können muß, ist es sinnvoll, Entwicklungsgänge und Hintergründe transparent zu machen.
Aufgrund diverser technischer Merkmale und Bedingungen kann dieses Modell nur im Wege der Ätztechnik entstehen. Wie sonst wollte man die filigranen Anhebeösen an den Gehäusesegmenten oder das überstehende Dach nachbilden? Würden die Führerstände in (Spritz-)Gußtechnik gefertigt, würden notwendige Wandstärken das Erscheinungsbild stark beeinträchtigen.
Die Endführerstände waren eine große Problemzone, denn auch dünnes Blech ist "widerspenstig" und biegt sich immer nach dem Grundsatz des geringsten Widerstands.
Wenn sich wenige Zehntelmillimeter hinter der Biegelinie (vertikale Kanten) Fensteröffnungen befinden, wirkt sich die Biegekraft dort zuerst aus: die Kante ist unvollständig geknickt, und die Seitenwand verbogen. (Auch mit Biegevorrichtungen war es äußerst schwierig).
Perforationen (Schwächung der Außenseite) mildern das Problem zwar, erforderten aber Nacharbeiten.
Eine aufwändige Umkonstruktion war erforderlich, wobei auch gleich das Einsetzen der Gummidichtungen optimiert wurde. Zählen Sie mal nach, wieviele Gummidichtungen einzeln eingesetzt und angeklebt werden müßten... Auch darin liegt eine Möglichkeit, ein besonderes Modell zu "versauen".
Während einige schon lange und sehnsüchtig auf das Modell warten, sind unterdessen für alle genannten Probleme sehr gute Lösungsmöglichkeiten entstanden. Das Gehäuse wurde komplett umgebaut und besteht aus nur noch 0,15 mm starkem Blech, das sich leicht und sauber falten läßt. Die Gummidichtungen müssen nicht mehr einzeln eingeklebt werden, sondern sind in jeweils einem Blechstück zusammengefaßt, das von innen angesetzt wird.
Den naheliegenden Gedanken, das maßlich recht gut passende Fahrwerk der Märklin-Henschellok DHG 700 zu verwenden, sollte man schnell verwerfen: neben aufwändigen Fräsarbeiten müßte vieles abgeändert werden. Es gab daher Versuche, ein eigenes Fahrwerk zu entwickeln; Stand der Dinge - und dabei wird es bleiben - ist ein Fahrwerk aus dem Hause SB-Modellbau(HO 24003.07) mit Faulhaber-Motor, Dreipunktlagerung, Schwungmasse und auf Wunsch auch mit Decoder.
Wer diese interessante Lok z.B. nur in die Vitrine stellen möchte, verwendet das antriebslose Rollfahrwerk (HO 24003.06).
Die Gehäusebausätze sind grundsätzlich gleich, unterscheiden sich jedoch in diversen technischen Details. die Dortmunder Loks hatten mehr Sandkästen, an der Längsseite keine und an der Stirnseite niedrigere Geländer. An den Linzer Loks fallen jeweils übereinander liegende Trittöffnungen in der Pufferbohle auf.
Hier gibt es Informationen zum Konkurrenzprodukt der Firma Orenstein & Koppel. Beide Loktypen entstammen dem Konzept der "Telelok", dessen Hintergründe hier sehr schön beschrieben sind.
HO 24003.01 Dieselelektrische Rangierlok ME 05 Dortmunder Eisenbahn 771, neues Farbschema
HO 24003.02 Dieselelektrische Rangierlok ME 05 Dortmunder Eisenbahn 772, altes Farbschema
HO 24003.03 Dieselelektrische Rangierlok ME 05 Voest-Alpine, Linz, orange
HO 24003.04 Dieselelektrische Rangierlok ME 05 Voest-Alpine/Logserv, Linz, rot/grau
HO 24003.06 Rollfahrwerk
HO 24003.07 Fahrwerk SB-Modellbau
Details zu HO24003.01



HO24003.02 Dieselelektrische Rangierlok ME 05 Dortmunder Eisenbahn 772, altes Farbschema
Technisch wie HO 24003.01, jedoch im alten Farbschema mit Zierstreifen, wobei es unterschiedlich breite Zierstreifen gab... Primär wird die Variante mit schmalem Zierstreifen realisiert.
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HO24003.03 Dieselelektrische Rangierlok ME 05 Voest-Alpine, Linz, orange
Nach dem Vorbild der beiden direkt an die Voest-Alpine gelieferten Loks ist eine Modellvariante in ursprünglicher Lackierung mit technischen Spezifikationen vorgesehen. Eine sehr schöne Abbildung gibt es hier
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HO24003.04 Dieselelektrische Rangierlok ME 05 Voest-Alpine/Logserv, Linz, rot/grau
Ob es jemals eine Lackiervariante des Modells HO 24003.03 geben wird, ist derzeit nicht absehbar; zu favorisieren wäre eine Version, die hinsichtlich Lackierung und Beschriftung auch vernünftig zu bewältigen ist - schließlich würde es dieses Modell nur als Bausatz mit beigefügten Beschriftungen geben.
Details zu HO24003.04


>>>>>Letzte Aktualisierung: 04.02.2019>>>>>